Protokoll des Treffens vom 17. April 2002:

Teilnehmer:

- Die Einladung zum Treffen ging an 250 Museen der Metropolregion Hamburg

- Ca. 70 Personen nahmen teil, etwa 20 weitere bekundeten ihr Interesse, konnten aber an dem betreffenden Termin nicht erscheinen

- Von allen angeschriebenen Museen waren damit mehr als ein Viertel vertreten, von den Museen des Hamburger Stadtgebiets mehr als ein Drittel

Vorträge:

- Der Abend wurde durch Dr. Oliver Rump eröffnet, Direktor des gastgebenden Museums für Kommunikation.

- Dipl. Geogr. Hans Lochmann, Geschäftsführer des Museumsverbands Niedersachsen Bremen e.V. stellte in seinem Vortrag die Aufgaben und Ziele eines modernen Museumsverbands dar, als Interessenvertretung der Museen und Serviceorganisation für seine Mitglieder. Darüber hinaus bot er dem Hamburger Verband die Zusammenarbeit bei zukünftigen Projekten an.

- Claudia Wiese, Sprecherin der Arbeitsgruppe „museum.test", präsentierte die Ergebnisse ihrer AG; auf der Grundlage eines aufwändigen Fragenkatalogs wurden 45 Museen in Hamburg untersucht und aus Sicht der Besucher bewertet. Die AG bietet ihre Erfahrungen auch weiteren Museen an.

- Stefan Seufert, Sprecher der Gründungsgruppe „Museumsverband Metropolregion Hamburg", referierte die Gründe, die für einen solchen Verband sprechen und stellte den derzeitigen Stand der Umsetzung vor. Zielgruppe sollen alle Museen, unabhängig von Größe oder Trägerschaft, sowie feste und freie Mitarbeiter /-innen der Museen sein. Da auch viele Städte und Gemeinden im Umland engen Bezug zu Hamburg haben, soll der Verband auch dortigen Museen offen stehen und sich nicht allein auf das Stadtgebiet beschränken. Es ist aber keine Konkurrenz zu den bestehenden Museumsverbänden der Nachbarländer gewollt, sondern es wird im Gegenteil eine enge Kooperation angestrebt.

Diskussion:

- Im Mittelpunkt der anschließenden Diskussion standen zwei Themen: die Frage institutioneller bzw. persönlicher Mitgliedschaft sowie das Verhältnis zu den sieben (ehemals) staatlichen Hamburger Museen.

- Die Frage, ob sich der zukünftige Verband in erster Linie an die Museen als Institution richten soll oder an die Personen, die in und für diese Häuser arbeiten, wurde unterschiedlich gewichtet. Nach Meinung der Gründungsgruppe sollen beide Formen der Mitgliedschaft möglich sein, da sich der Verband sowohl als berufsständische Vertretung der Museen versteht als auch als Kontakt- und Informationsforum für einzelne Mitglieder. Herr Lochmann bemerkte, dass es in seinem Verband in letzter Zeit einen Trend hin zu persönlichen Mitgliedschaften gibt.

- Da an der Veranstaltung kein Mitglied der Leitung eines der sieben (ehemals) staatlichen Museen teilnahm, kam die Frage nach dem Verhältnis des Verbandes zu diesen Häusern auf. Es wurde Kritik an der Verteilung der Einladungen geäußert, die nur an die jeweilige Leitung versand wurden. Offenbar wurde nicht deutlich genug gemacht, an wen sich die Einladung und der Verband richtet und erreichte daher mögliche Interessenten nicht. Dr. Rump wies darauf hin, dass er sich zusätzlich auch telefonisch mit den sieben Direktoren in Verbindung gesetzt habe. Es bestand Einigkeit, dass der Verband keine Gegenveranstaltung zur bisherigen Direktorenkonferenz sein soll und ausdrücklich eine intensive Mitarbeit bzw. die Mitgliedschaft der sieben Museumsstiftungen gewünscht ist.

Ausblick:

- Für die konkrete Gründung des Verbandes soll die bisherige Gruppe um weitere Interessenten erweitert werden. Sie wird eine Satzung ausarbeiten und Fragen nach Mitgliedschaft, Beitragshöhe und Organisationsstruktur erarbeiten. Ziel ist es, noch in diesem Jahr den Verband offiziell zu gründen.